Kreistagsfraktion
| 10 Fragen um die Gubener Zukunftspläne |
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| Neuigkeiten - Ortsverband Guben | |
| Geschrieben von: FDP Lausitz | |
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Frage 1: Wie wollen Sie die Schulden der Stadt Guben in Höhe von knapp neun Millionen Euro abbauen? Investitionen und Entwicklung in einer Stadt in der Größenordnung von Guben bedürfen der Inanspruchnahme von Darlehen,die dann – entsprechend der Tilgungspläne abgebaut werden. In Guben hat die Kreditbelastung pro Bürger eine Höhe von 456,89€ erreicht. Die Zinsbelastung beträgt derzeit 3,05€ pro Bürger und Monat. Wenn Fördermittel Entwicklung der Infrastruktur mit bis zu 75 oder 90%-iger Beteiligung von Bund, Ländern und Kreis angeboten werden und die Fördermittelrichtlinien mit unserem Entwicklungskonzept vereinbar sind muss unsere Stadt aktiv werden. Wichtig ist auch in der Zukunft Kreditentscheidungen sach- und fachgerecht zu entscheiden und deren Nutzen für unsere Stadt aufmerksam und kritisch zu begleiten. Im doppischen Haushalt werden wir die Ergebnisse im Vermögenszuwachs sehen. Frage 2: Wie sollte die Stadt Guben auf den weiteren demografischen Wandel reagieren? Von demografischem Wandel bleibt kein Gemeinwesen verschont. Wichtig wird es in der Zukunft sein das Potential der älteren Generationen mit dem der jungen heranwachsenden Generation zu verknüpfen. Darauf ist die Entwicklung der Infrastruktur auszurichten, entsprechende Schwerpunkte zu finden und zu setzen, private Initiative zu fördern, Möglichkeiten der Erhöhung des Niveaus von schulischer und beruflicher Bildung zu erschließen, die Kompetenz im Umgang zwischen den Generationen zu stärken. Hier gilt es gemeinschaftlich einen gemeinsamen Weg zu finden und in erster Linie machbare Möglichkeiten herauszufinden und Gleichgültigkeit rechtzeitig entgegenzutreten. Frage 3 Welches oder welche Gebäude würden Sie gern abreißen, wenn Sie keine Rücksicht auf Gesetze, Behörden und Interessen nehmen müssten? Gebäude deren materieller und ideeller Wert nicht mehr vorhanden ist. Sie namentlich zu nennen wäre zu umfangreich. Gegebenenfalls sind Möglichkeiten auszuloten, insbesondere bezüglich privater Initiative, um historisch wertvolle Bausubstanz in moderner Form zu erhalten. Hier muss der Leitsatz gelten: „Keine Zukunft hat, wer ohne Vergangenheit kommt“. Wohnraum muss künftig sinnvoll reduziert werden (Aus 3 mach 2 oder 1). Dieser Prozess ist sinnvoll zu kombinieren mit der Entwicklung und Förderung von Neubau insbesondere in der Innenstadt Gubens um eine aktive Stadtentwicklung weiter zu führen. Frage 4: Wie sehr muss die Gubener mit der Gubiner Stadtentwicklung abgestimmt, vernetzt werden? Eine Zusammenarbeit ist bereits vorhanden. Auf privatem und Vereinsniveau ist dies weiter zu unterstützen. Die Projekte Interreg IV A, Partnerschaftsvertrag Guben – Gubin wird von Brüssel über Polen gefördert. Hier ist Aktivität gefragt. Entwickeln wir mit unseren Nachbarn ein einheitliches urbanes Gebiet Guben – Gubin als eine (die) europäische Stadt(EUROPASTADT). Frage 5: Wie wollen Sie den Wegzug junger oder hochqualifizierter Menschen aus der Stadt stoppen? Hier ist die Stadt Guben als integrativer Partner in der Region gefragt. Ob Zusammenarbeit mit der IHK, HWK, den Nachbarstädten und dem Kreis Spree-Neiße hier muss Guben Bestandteil eines Netzwerkes sein. Nicht allein der Wegzug ist die Kardinalfrage. Entsprechend unterschiedlicher Qualifikationswege, Studium der jungen Mensche etc. ist ein Wegzug unumgänglich. Wichtig ist gleichermaßen den Zuzug nach Guben anzuregen, mit einer sich entwickelnden Wirtschaft, dazu gehört nach wie vor eine aktive Ansiedlungspolitik und eine weitere positive Gestaltung der Infrastruktur. Unbedingt muss das Niveau der Schaffung von Ausbildungsplätzen in kommunalen Unternehmen beibehalten und nach Möglichkeit entwickelt werden. Frage 6: Wofür sollte die Stadt mehr ausgeben? Grundsätzlich ist der Schaffung eines ausgeglichenen und bestätigten Haushalts der Vorrang zu geben. Hier ist viel mehr sachlich konstruktive Arbeit im Vorfeld unter Beteiligung aller Fraktionen der Vorrang zu geben. Der Haushalt einer Stadt erfordert die ganze Kraft der Abgeordneten und genießt höchste Priorität gegenüber den Einzelfragen kommunalen Lebens. Geld ist vorrangig in die Erschließung von Investitionsmöglichkeiten und Gewinnung von Investitionskapital zu investieren. Streichungen im sozialen Bereich soll es nicht geben. Frage 7: Wollen Sie das bisherige Kultur- und Freizeitangebot in der Stadt in der derzeitigen Höhe weiter fördern, die Förderung ausbauen oder einschränken? Das kulturelle Angebot wird in Guben vorrangig von Vereinen und privaten Initiativen bestimmt. Ihnen sollte Anerkennung widerfahren indem Ihre Arbeit unterstützend begleitet wird. Das kulturelle Angebot der Stadt ist entwicklungsfähig. Neben den Schwerpunktveranstaltungen Stadt- und Appelfest sollten Initiativen, die den kulturellen Ruf Gubens nach außen tragen, gefördert werden. Hier spielt die Chortradition Gubens eine ganz wichtige Rolle. Kultur einer Stadt ist nur gut wenn sie von den Bürgern genutzt und nach Außen hin wahrgenommen werden kann. Frage8. Wie wollen Sie potenzielle Nichtwähler an die Urnen locken? Hier kann man nur an den mündigen Bürger appellieren. Die fleißigen Leute die jeden Tag früh aufstehen, zur Arbeit gehen, in Ihrer Familie leben und Ihre Kinder erziehen haben oft keine Zeit mehr sich stark gesellschaftlich einzubringen. Aber sie sollten die freien Wahlen nutzen und den sich zur Verfügung gestellten Kandidaten ihrer Wahl die Stimmen (bei Kommunalwahl sind es 3) Denn sonst bestimmen Minderheiten auch über Ihren gewählten Lebensplan oft auch negativ. Frage 9 Wollen Sie die Schullandschaft weiter verändern? Das Bildungssystem hat in Brandenburg einen schlechten Ruf. Wohl der drittletzte Platz in der Bundesrepublik. Hier muss mehr Wettbewerb zwischen den Schulen entstehen. Warum sind Privatschulen trotz Schulgeld und auch weiteren Wegen oft besser. Wir brauchen Lehrer die ihren Lehrauftrag als Berufung ausüben. Auch sollten unsere Bildungseinrichtungen insbesondere in den oberen Klassen stärkere Kooperation mit Fachschulen Hochschulen und Universitäten Suchen. Unsere Jugend muss zur Begeisterung und Motivation der Erreichung einer sehr guten Ausbildung befähigt werden. Frage 10: Wie viele Mitarbeiter braucht Ihrer Ansicht nach eine Stadtverwaltung wie die Gubener? Sehen Sie noch Einsparpotenzial? Die Anzahl der Mitarbeiter richtet sich nach den zu erfüllenden Aufgaben bezüglich der Gestaltung des städtischen Lebens und der angestrebten Entwicklung unserer Stadt. Die in Guben durch die Verwaltungsführung praktizierte projektbezogene Aufgabenverteilung mit konkreter Abrechnung der Verantwortlichen Projektbegleiter ist weiterzuführen und zu fördern Nur so können Ergebnisse sichtbar gemacht und Reserven aufgedeckt werden. Das Einsparpotential ergibt sich aus der Entwicklung und wird gegebenenfalls nicht in Entlassungen sondern einer Neuverteilung bzw. Neubesetzung von aktuell neu erschlossen Geschäftsfeldern sichtbar. Unser Ziel ist es, weiter an einer anspruchsvollen aufstrebenden Stadt zu arbeiten. Wir unterstützen den Elan und die Kreativität unseres Bürgermeisters und seines fleißigen Teams im Rathaus zum Wohle unserer Stadt und zum Wohle ihrer Bürger.
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