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Sunday 01st of August 2010

Kreistagsfraktion


Kein Ausverkauf von Kultur PDF Drucken E-Mail
Neuigkeiten - Aktuelle Themen
Donnerstag, 24. Juni 2010 um 00:00 Uhr

Der FDP-Landtagsabgeordnete Jens Lipsdorf warnt vor den Folgen eines möglichen

kulturellen Ausverkaufs in Cottbus. Der Vorsitzende im Ausschuss für Wissenschaft,

Forschung und Kultur im Landtag appelliert an die Stadtverordneten von Cottbus,

kulturelle Einrichtungen wie das Staatstheater oder das Konservatorium als harte

Standortfaktoren zu bewerten.

 

„Angesichts des millionenschweren Haushalsdefizits muss die Stadt alle Ausgaben auf

den Prüfstand stellen. Doch auch die Einnahmen müssen überprüft werden.

Wenn wir die so dringend benötigten Fachkräfte für Cottbus und den Spree-Neiße-Kreis

gewinnen wollen, dann brauchen wir auch attraktive Standortbedingungen. Dazu zählt in

hohem Maße das vielfältige und qualitativ hervorragende kulturelle Angebot in Cottbus.

Kultur ist insbesondere für die Mittelschicht ein wichtiger Standortfaktor“, sagt Jens

Lipsdorf.

 

Am Staatstheater dürfe nicht planlos gespart werden. Das Haus müsse der Bürgerschaft,

der es ja gehört, erhalten bleiben. Vielmehr seien neue Konzepte gefragt. Dazu Lipsdorf:

„Kultur muss bezahlbar sein, aber eine hohe Qualität hat ihren Preis. Die Frage muss also

lauten: Wie bekommen wir mehr zahlende Leute in die Kultur?“. Auch für das

Dieselkraftwerk müsse darauf eine adäquate Antwort gefunden werden. Darüber hinaus

sei auch eine Zusammenführung der Stiftungen Fürst Pückler Museum Schloß und Park

Branitz und Fürst-Pückler-Park Bad Muskau dringend erforderlich.

 

Die von der FDP schon seit Jahren geforderte Zusammenarbeit und engere Verzahnung

von Cottbus mit dem Spree-Neiße-Kreis müsse endlich in Angriff genommen werden.

Vorhandene Synergien müssten so ausgenutzt werden, dass es zu einer Kostenreduktion

und gleichzeitig zu einer Steigerung der Einnahmen kommt. Dieses Problem könne nicht

in „Kleinstaaterei“ sondern nur regional gelöst werden.
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 27. Juli 2010 um 12:08 Uhr
 

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